50 Jahre Blaskapelle St. Vitus Burglengenfeld - Piraten, Bigband und Gstanzln

Die Bühne war bereitet. 135 Musiker sollten beim Open-Air-Konzert am Freitagabend vor imposanter Rathaus-Kulisse für einen Augen- und Ohrenschmaus sorgen. Doch dann spielte das Wetter nicht mit. Die Musikkapelle St. Vitus zog in die Stadthalle um und feierte dort mit 700 Besuchern das 50-jährige Bestehen.

Zum Jubiläum hatten sich die Vitus-Musiker Gäste aus Japan eingeladen, mit denen sie seit 40 Jahren Kontakt haben. 75 Mitglieder der High-School-Band in Kyoto nutzten das Jubiläum in Burglengenfeld zu einer Deutschlandreise und beteiligten sich am Konzert mit Marschmusik und Kinderliedern ihrer Heimat.

Die Kapelle St. Vitus bereitete die Geschichte der Stadt musikalisch auf und erinnerte mit einem Soundtrack aus dem Film an den berühmten Wagenlenker "Ben Hur". Während der Filmmelodie aus "Fluch der Karibik" bewegten sich die Piraten des Regensburger Fanclubs durch die Reihen. Auf das geplante Feuerwerk mussten Musiker und Zuhörer an diesem Abend verzichten.
Gäste aus Kyoto

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40 Jahre deutsch-japanische Freundschaft: Feierstunde für die Initiatoren

In einer Feierstunde auf dem Friedhof in Burglengenfeld gedachten die Musiker aus Kyoto und von der Musikkapelle St. Vitus den Begründern und Förderern der Kapellenfreundschaft.

Erster Vorsitzender Stefan Huttner und Delegationsleiter Tsutomu Yasui erinnerten an Josef Rödl, den ersten Vorstand der Musikkapelle. 1977 hatte er die Musiker aus Kyoto zum 10 jährigen Gründungsfest nach Burglengenfeld eingeladen. Er habe mit großem persönlichen Einsatz die Kapelle mit auf den erfolgreichen Weg gebracht und auch als Mitbegründer der deutsch-japanische Freundschaft gelte ihm der Dank für seinen Weitblick und sein Engagement.


Auf dem Friedhof in Burglengenfeld sprach Huttner (Mitte) lobende Worte. Foto: St. Vitus

Der Dank der Musiker für das große Engagement gelte auch Kunio Niida, dem Gründer des Hanazono High School Orchesters, der unermüdlich die Beziehungen zu Burglengenfeld vorantrieb. Er hatte 1976 mit dem Vitus-Dirigenten Ludwig Lamml den Grundstein der Freundschaft gelegt.

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Ein Kulturgut und Aushängeschild

Zu ihrem 50-jährigen Jubiläum wurde die Burglengenfelder Musikkapelle St. Vitus mit Lobeshymnen überschüttet. 

BURGLENGENFELD, von Josef Schaller. „Was machst Du? Gehst Du zum Sport oder zu Vitus?“ – Eine Frage, die man in Burglengenfeld durchaus stellen kann, wenn man jemanden nach seinem Hobby fragt, wie Pfarrer Martin Särve, Gründungsvater der Musikkapelle St. Vitus, beim Festakt zu deren 50-jährigem Jubiläum bemerkte.

Denn das Orchester sei inzwischen „ein Unternehmen“ geworden mit 158 aktiven Musikern in sechs Abteilungen. Ein wesentliches Erfolgsrezept der Blaskapelle sei dabei die ständige Bemühung um Nachwuchs, wie der damalige Kooperator der Pfarrei St. Vitus sagte, der auch die Predigt beim Festgottesdienst hielt.

40 Jahre Freundschaft mit Kyoto
Drei Tage lang feierte die Musikkapelle St. Vitus am Wochenende ihr Jubiläum, zusammen mit vielen langjährigen Weggefährten und befreundeten Musikgruppen. Mit dabei natürlich auch das „Hanazono-High-School-Orchestra“ aus Kyoto, mit dem die Burglengenfelder seit 40 Jahren eine innige und gelebte Freundschaft pflegen. Das 50-jährige Jubiläum war die passende Gelegenheit, diese langjährige Freundschaft gleich mitzufeiern. Eine 72-köpfige Delegation aus Japan war zum Festwochenende angereist, darunter 55 aktive Musiker.

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Musikkapelle St. Vitus feiert Jubiläum

Die dreitägige Feier beginnt am Freitag ab 21 Uhr mit einem großen Open-Air-Konzert am Marktplatz Burglengenfeld.

BURGLENGENFELD. Musik als Quelle der Freude, Musik als Bindeglied, Musik als Aushängeschild, Musik als Schlüssel zur Welt, Musik als Ausdruck von Charakter und Gefühlen. Viele Burglengenfelder haben sich der Musik verschrieben und die Musikkapelle St. Vitus blickt am Wochenende bei ihrem dreitägigen Jubiläumsfest auf 50 stolze und erfolgreiche Jahre zurück. Das Fest beginnt am Freitag, 11. August, um 21 Uhr mit einem Open-Air-Konzert am Marktplatz mit den Symphonischen Blasorchester der Vitus-Kapelle, sowie der Hanazono-High-School-Orchestra, dem Espoir-Wind-Orchestra und Bayern-Brass aus Kyoto.

 

Die Musikkapelle St. Vitus ist ein musikalisches Aushängeschild für die Stadt Burglengenfeld. Foto: Musikkapelle

Seit 50 Jahren ist die Musikkapelle St. Vitus Burglengenfeld nun ein Garant für unterhaltsame und anspruchsvolle Blasmusik. Ob bei Konzertreisen im Ausland oder im heimischen Bierzelt, bei Kirchenkonzerten oder Marschmusik in original Oberpfälzer Tracht – stets zeigt sie ihr großes und vielseitiges Repertoire.

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40 Jahre deutsch-japanische Freundschaft

BURGLENGENFELD. Für manche ist es ein Wiedersehen, für die meisten eine Premiere. Nach einer langen Anreise sind die Musikerinnen und Musiker der Hanazono High School Band aus Kyoto am Dienstag in Burglengenfeld angekommen und wurden von den Gasteltern und Mitgliedern der Musikkapelle St. Vitus standesgemäß mit Marschmusik empfangen.

Die japanische Delegation besteht diesmal aus 75 Personen, der Großteil davon sind Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren, für die die Deutschlandreise der Höhepunkt ihrer Schulzeit und ihres noch jungen Musikerlebens ist. Mit dabei sind auch viele Altbekannte, die seit dem ersten Besuch in Burglengenfeld 1977 jedes Mal mit dabei waren. Sie spielen im Espoir Wind Orchestra oder bei Bayern Brass.
Für viele der jungen Gäste ist es ihre erste Auslandsreise, noch dazu allein und weit weg von daheim. Aber sie treffen in Burglengenfeld auf viele vertraute Gesichter, schließlich waren viele Vitus-Musiker erst 2014 Jahren zu Besuch in der alten Kaiserstadt und dort bei japanischen Gastfamilien untergebracht. Die Delegationsleiter Tsutomu Yasui, Hayataka Jun und Shigetoshi Nagai dankten den Burglengenfeldern sehr herzlich für den freundlichen Empfang.



Nach einem Eingewöhnungstag am Mittwoch gilt zunächst das Augenmerk dem Jubiläumsfest der Musikkapelle St. Vitus am kommenden Wochenende. Der Höhepunkt der Konzertreise wird sicherlich das Open-Air-Konzert auf dem Burglengenfelder Marktplatz am Freitag, 11.8., ab 21 Uhr (bei schlechtem Wetter in der Stadthalle). Am Samstag und Sonntag beim Sommerfest der Musikkapelle St. Vitus auf der Piazza vor der Stadthalle werden die japanischen Gäste ebenfalls zu hören sein. Ab nächster Woche stehen zahlreiche Ausflüge an. Neuschwanstein und die Wieskirche dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie Besuche in Salzburg, Nürnberg, Rothenburg, München und Regensburg.

150 Besucher kamen zur Burgserenade

Die Burglengenfelder Musikkapelle St. Vitus bot ein buntes Programm. Veranstaltung stand im Zeichen des Jubiläums.

BURGLENGENFELD. Seit vielen Jahren ist die Burgserenade ein fester Bestandteil im Jahresprogramm der Burglengenfelder Musikkapelle St. Vitus. Heuer stand auch diese Veranstaltung im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums des Vereins. Gut 150 Besucher pilgerten vergangenen Freitagabend zur Kaiser- und Herzogsburg, wo das Jugendblasorchester unter der Leitung von Günter Moser und das Nachwuchsorchester unter der Leitung von Marianne Zaindl im wunderschönen Ambiente am Fuße des Rundturmes zu einem abendlichen Ständchen einluden.


Das Jugendblasorchester spielte unter der Leitung von Günter Moser. Foto: bjs

Mit „TeDeum“, seit 1954 die Fanfare der Eurovisionsmelodie, begann das gut einstündige Konzert. Ausgeklungen ist es mit einem wunderbaren Posaunensolo und einer leicht wehmütigen Melodie bei „Never Walk Alone“. Das abwechslungsreiche Programm des Abends umfasste einige anspruchsvolle Stücke und wunderbare Melodien, wie die Ballade „Song Of Hope“, „Of Castles And Legends“ – eine sehr dramatische Nummer –, die Polka „Glückskinder“ und auch lateinamerikanische Rhythmen bei „Sway“.

Die beiden Musikerinnen Anna Hölzl und Anna Kieslinger führten bei der Burgserenade als Moderatorinnen durch den Abend. „Für eine Serenade gibt es keinen schöneren Ort“, sagte der Vorsitzende der Musikkapelle, Stefan Huttner, Vorsitzender der Musikkapelle, und dankte insbesondere der Burgherrin Irene Heuser für deren freundliche Unterstützung. (bjs)

Serenade auf der Burg: Hier der Link zur Bilderauswahl.
Der Artikel in der Mittelbayerischen-Zeitung