Vitus-Jugend kegelt

Ein Orchester lebt wie eine Fußballmannschaft nicht nur von den Fähigkeiten der einzelnen Mitwirkenden, sondern insbesondere vom gemeinsamen Spieln und vom Zusammenhalt.
Die Jugendvorstandschaft der Musikkapelle St. Vitus lädt deshalb regelmäßig die jüngsten Vereinsmitglieder zu gemeinsamen Unternehmungen ein. Diesmal waren die Jugendleiter mit den jungen Musikern der Gruppen 3 und 4 in Verau und es wurde gekegelt. Die Acht- bis Dreizehn Jährigen hatten sichtlich Freude daran, auch außermusikalisch etwas miteinander zu unternehmen. Bevor es sportlich wurde, konnten sich die Kinder noch spielerisch besser kennenlernen. So sollten sie sich beispielsweise nach dem Anfangsbuchstaben des Vornamens, dem Alter oder der Anzahl an Geschwistern sortieren.
Diese Spiele und weitere pädagogische sowie rechtliche Kenntnisse eigneten sich drei Mitlieder der Jugendvorstandschaft in einer Jugendleiterschulung des Nordbayerischen Musikbundes an. An zwei Modulwochenenden erfuhren so Christoph Hauser, Franziska Hölzl und Johannes Weiß wichtige Grundlagen der Jugendarbeit und holten sich, im Austausch mit den Jugendleitern anderer Musikkapellen, neue Ideen für Ihren Verein.


Foto: Musikkapelle St. Vitus

Ehrenschirmherr durfte dirigieren

Landrat Thomas Ebeling übernimmt die Schirmherrschaft über das Jubiläumsfest in Burglengenfeld vom 11. bis 13. August.
Von Stefan Barte

2. Vorstand Alois Karl (rechts) trägt seine Bitte auf Übernahme der Schirmherrschaft vor und Landrat Ebeling spannt den Schirm der St. Vitus-Kapelle als symbolische Geste der Übernahme auf. Foto: bbs

BURGLENGENFELD. Das Jahr 2017 ist für die Musikkapelle St. Vitus etwas ganz Besonderes. Sie feiert 50-jähriges Bestehen. Einige musikalische Highlights sind bereits dargeboten worden, aber die für die Feierlichkeiten vom 11. bis 13. August vorgesehene Übernahme der Schirmherrschaft durch Landrat Thomas Ebeling war aus Termingründen immer wieder aufgeschoben worden.

Um das endlich nachzuholen, besuchte deshalb der Landrat kürzlich die Musikkapelle in ihren Übungsräumen am Kreuzberg. Das Symphonische Blasorchester unter der Leitung von Adolf Huttner schmetterte gerade Ausschnitte des „Böhmischen Roulettes“ zum x-ten Mal, als Ebeling den Proberaum betrat. Natürlich brach die Musik sofort ab und 2. Vorstand, Alois Karl begrüßte den Landrat während des eifrigen Probens. Huttner überreichte ihm sogleich den Taktstock und Ebeling durfte sich ein Stück wünschen. Er dirigierte dann sehr professionell und konzentriert den „Bayerischen Defiliermarsch“. „Ich habe gelernt, dass man das auch im Sitzen machen kann, sehr bequem“, scherzte er über den Stuhl am Dirigentenpult.

Alois Karl überreichte Ebeling ein Schreiben des ersten Vorstandes Stefan Huttner, der sich bereits im Sommerurlaub befand und bat stellvertretend um die Ehrenschirmherrschaft mit einem Reim: „Drum bitten wir Sie heut recht schee, uns als Schirmherr zur Seiten zu steh. Sag ja, nimm den Schirm und spann nan auf, dann nimmt des Fest bestimmt an guadn Verlauf“. Natürlich übernahm Ebeling die Schirmherrschaft mit den Worten „Herzlichen Dank für die Ehre und ich freue mich auf ein wundervolles Fest im August.“ Ruckzuck wurde daraufhin die Probe für beendet erklärt, die Instrumente verräumt und der gemütliche Teil des Abends eingeläutet.

Der Artikel in der Mittelbayerischen-Zeitung

150 Musiker gestalten Galaabend

Die fünf Jubiläumsblaskapellen der Region gaben beim Burglengenfelder Kreiskonzert beeindruckende Kostproben ihres Könnens. Von Josef Schaller

BURGLENGENFELD. Freunden der Blasmusik ist am Samstagabend beim Kreiskonzert des Nordbayerischen Musikbundes in der Burglengenfelder Stadthalle das Herz aufgegangen. Allein der Einzug der mehr als 150 Musiker von fünf Jubiläumskapellen war ein beeindruckendes Spektakel, wie Schirmherr und Landrat Thomas Ebeling betonte. Das allererste musikalische Werk „Apertum“ (Thiemo Krass), das alle Musiker gemeinsam zum Besten gaben, machte schon Lust auf mehr.

Musikkapelle St. Vitus mit Dirigent Adolf Huttner. Foto: Josef Schaller

Kreisdirigent Anton Lottner musste am Ende des Konzertes nach wiederholt minutenlangen stehenden Ovationen des Publikums und mehrfachen Zugaben erst mal tief Luft holen, um diesen fantastischen Abend zu umschreiben. „Es ist pure Lebensfreude“, sagte er sagte er zum Ende des Konzertes zum Publikum. „Die Musik hat heute dazu beigetragen, die Alltagssorgen ein paar Stunden vergessen zu können.“

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